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Ernstalbrecht Stiebler

 

Geboren 1934 in Berlin; Studium in Hamburg und bei Karlheinz Stockhausen. Von 1969 bis 1995: Redakteur für Neue Musik beim Hessischen Rundfunk in Frankfurt, wo er sich besondere Verdienste um die Rezeption amerikanischer Komponisten und, nicht zuletzt, um das Werk Giacinto Scelsis erworben hat. Von 1983 bis 1991 fungierte E. Stiebler auch als Herausgeber der MusikTexte Zeitschrift für Neue Musik .

        Charakteristisch für Stieblers Musik ist eine radikale Verknappung der Mittel. Anstatt tief in die kompositorische Trickkiste der avantgardistischen special effects zu greifen, befaßt er sich mit subtilen Klangräumen, die sich um einzelne Töne herum eröffnen und ineinandergreifen. Verzögerung statt Atemlosigkeit, Reduktion statt Überfülle, Behutsamkeit statt Brachialität. Freilich liegt eben darin eine gewisse Zumutung dieser Musik: „Ich finde, daß Musik eigentlich für das Publikum auch eine Anstrengung sein muß, ich möchte beinahe das Wort Zumutung sagen. Man muß da einfach etwas verlangen. Denn was man sich da vorstellt, ist ja auch etwas sehr Spezielles. Und es ist nicht so, daß man den Leuten immer nur Vergnügen machen kann (obwohl ich sehr für das Vergnügen bin). Aber so denken relativ wenige – da ist diese Aversion gegen den alten Elfenbeinturm. Dabei ist es so, wie Heinz-Klaus Metzger sagt: Der Elfenbeinturm ist längst überall. Ich denke, jetzt sind wir da, wo jeder eigentlich sehr für sich arbeiten muß, um etwas Richtiges zu machen. Und das kann durchaus auch anstrengend sein, auch für das Publikum.“ (1) Ein Beispiel der Stieblerschen Kunst findet sich hier: , eine genauere Analyse seiner Kompositionsweise (von Walter Zimmermann) hier: .

 

 

In Kürze !

 

 

 

 

 

(1) Ernstalbrecht Stiebler im Gespräch mit Peter Niklas Wilson, in: MusikTexte, Heft 94, Köln 2002, S. 4448; ebd., S. 44

 

 

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